Auf der Suche nach dem Ventil

Minute um Minute, Stunde um Stunde, Tag um Tag,.. der Ruf reist nicht ab. Klinge, Blut, Schmerzen,.. die Suche nach Erfüllung, etwas das ich mir nicht geben kann/will. Eine neue Art der Selbstverletzung? Wohl kaum. Eine Art der Ablenkung? Auf jeden Fall vom normalem Leben. Gedanken, eigentlich gebraucht für andere Sachen. Gedanken, die mich lenken sollten, die Texte zu „Papier“ bringen könnten, weg gelenkt von der Normalität, ständig suchend nach Erfüllung meiner Träume.

Mein Traum? Ein Traum? Eine Sucht?

Seltsam, meinen Traum kenne ich. Mein Leben habe ich. Ich schreibe Texte, die Erfüllung dessen, was ich immer wollte. Ich beschäftige mich noch mit anderen Sachen, diese lenken mich davon ab. Den ganzen Tag schreiben? Ist schreiben eine Art Flucht? Ein Traum. Mein Traum.

Mein Leben habe ich. Vor mehr als zwei Jahren gefunden. Chaya. Leben, Liebe, Erfüllung. Mehr als ich je zu hoffen wagte.

Sucht? Sucht! Es ist schön, es beruhigt, es ist sexy. Ist es sexy? Für mich schon. Weiße Haut, blutige Streifen, kleine Tränen. Etwas was meine Augen nicht mehr können. Fleischschuld? Nein, und doch bin ich es mir schuldig. Schnitte? Einschnitte! Einschnitte ins Leben? Nein, es ist nur ein Körper, mein Körper. Ich darf das. Darf ich das? Brauch ich es? Nein! Nein? Skepsis macht sich breit. Ich will dies. Spüre meinen Kopf, er schreit. Er schreit in mich hinein, will mir etwas sagen, er kennt die Wahrheit. Das Verlangen, die Sucht. Die Erlösung.

Ich will nicht nur vom Schmerz naschen, ich will ihn haben, ich mag ihn, er erzählt mir vom Leben, er erzählt mir von Dingen, er erhält mich, er erhält meinen Verstand, er hält mich in der Gegenwart.

To Do List: Klingen kaufen.

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