Leben in Dunkelheit und Licht

Leben in Dunkelheit und Licht. Für mich ein Leben mit mir und Chaya. Heute bin ich so verwirrt, dass ich nicht mal sagen kann, welches nun das Positive und welches das Negative ist. Und ist das Positive das Gute, oder ist es das Schlechte. Ähnlich wie beim HIV Test? Ich denke das Positive ist das Schlechte, da das Positive von der Gesellschaft als das Gute anerkannt wird. Egal wie – ich Liebe mein Schatz unglaublich doll. Sie bringt mir Dunkelheit in mein Leben und hält die Sonne aus meinem Herzen fern. Ich liebe dich meine süße Vampirin.

Leben ist seltsam. Wenn dies auch noch mit Realität zusammen trifft ist es fast schon beängstigend. Gerade sah ich 3 Jugendliche mit Fahrrädern. Nichts besonderes? eines war bis auf die Mäntel weiß, eines schwarz und das dritte halb schwarz und halb weiß.

Gerade singen Das Ich den Song „Krieg im Paradies“. Klingt wie eine Beschreibung meines Geistes in diesem Moment. Blitze, Gedanken leuchten auf und sind wieder weg. Gedanken rennen los, versuchen sich selbst zu überholen und hin und wieder sich zu essen. Meine Gedanken essen sich!!! Egal, ich kann so viele in die Welt kotzen wie ich will, mein Kopf hat keine greifbaren Grenzen. Grenzen, Grenzen sind die Probleme unserer Gesellschaft. Grenzen schaffen Interesse und Neugier. Was ist da hinter? Während die Engel auf Erden blind, taub und stumm sind versuche ich meinen Geist mit dem Universum jenseits des sprichwörtlichem Tellerrandes zu füttern. Diese Realität bietet nur Realität. Also was soll ich damit? Ich denke mir meine Welt. Au ja!!! Schon besser. Ok, da ihr ja lesen müsst, könnt ihr leider nicht die Augen schließen und euch folgendes vorstellen:

Meine Welt!!! Mein Schein,….

In der Welt von WoW gibt es verschieden Orte, die meiner Ansicht von meiner Umwelt nahe kommen. Mein Refugium ist ganz klar Undercity (Unterstadt) Hier wohne ich. Leider repräsentiert dies nicht nur „positives“. Gotische Bauten, fantastische Deko, nette Untote. Ein eigener verseuchter Fluss, romantische Ecken, düstere Winkel und eine eigene Fürstin. Ja – das ist Leben. Doch sehe ich mich um entdecke ich Bruchstücke, die der Realität zu nahe kommen. Denn laufen hier nicht überall Versuchsobjekte anderer herum? Sind wir nicht in der Realität die Versuchsobjekte, die Spielzeuge der Politiker? Schmunzelt nicht die Kanzlerin, wenn wir uns melden und ihr einen Wink geben, dass hier etwas nicht stimmt? Politik mag nötig sein, doch warum diese unfähigen Leute? Warum wählt ihr diesen Haufen immer wieder? Bzw. warum geht ihr nicht einfach mal zur Wahl und macht deutlich was ihr wollt? Seit ihr alle so feige? Ok ich schweife ab. Romantische Orte. Fledermäuse, der Duft von verbranntem Wachs, Kerzen und eine Flasche Absinth. Unterstadt, Undercity -> Berlin.

Die Priester Gottes  – gepfählt*, daneben unsere Politiker und der ganze Kapitalistische Abschaum, der hier herum vegetiert und von unser Gesellschaft gemästet wird/wurde. Es ist Krieg im Paradies. Ja seht euch um, ihr könnt es leugnen, aber dadurch verschwindet es nicht. Unsere Gesellschaft ist verseucht von Egoismus, Konkurrenzdenken, Geld und virtuelle Werte. Den Menschen hier ist ein Schuh mehr wert als ein Buch!!! Ja, es ist euch nicht egal mit welchen Schuhen ihr euren „Freunden“ unter die Augen tretet. Aber das ihr zu den Schuhen ein Playboy, eine Bild, oder sonstiges tragt gibt euch nicht zu denken? Die meisten von Euch sind auf Schein so sehr konzentriert, das ihr das Leben um euch herum verpasst. anpassen ist zeitaufwendig, „Selbst“ sein ist Luxus, den die meisten von euch sich nicht mehr leisten können.

Ja selbst meine Welt ist von solchen Einflüssen nicht geschützt. Geliebte Unterstadt, geliebtes Berlin. (by the way: Ist es gesund die Tasten auf der Tastatur kursiv wahrzunehmen?)

Wo waren wir eigentlich? Achja – diese Welt nur in schön. WoW – Pestländer. Ich sah es und liebte es. Jepp ich spiele WoW. Ich konnte mich nie so ganz festlegen welches mein Lieblings Charakter ist. Mein Traum? Nachtelfen wandern zur Holde über!!! Ja mein sogenannter Main – Charakter ist ein Nachtelf – Schattenpriester. Ganz klar: Vampirberührung und Vampirumarmung, dazu Schattengestalt. Zu viel düstere Romantik  ^^ Ok, den gibt es auf der Allianz-Seite. Neben meiner Unheiligen Todesritterin und einer totsüßen Draenei Schamin und einem kleinen Krieger-Gnom lebe ich auf für die Horde. Und wie kann es anders sein, als dass ich einen Blutelfen Hexer spiele, der sich den finsteren Künsten der Flüche und Gebrechen und ganz klar der Alchemie verschrieben hat. Jepp – DIE Hexer Klasse. Ich finde die beiden anderen sind nur aus alibi Gründen da. Dies ist keine Abwertung, nein, es sind nur keine Hexer. Der eine ist ganz klar ein Dämonologe und der Andere = ein coolerer Feuermagier. Und dann findet sich noch unter meinen Charakteren: ein UNTOTER Frostmagier, eine wirklich klasse Paladina, welche sich seit neuesten mit Schutz beschäftigt. (Ja ich wies nun, dass die sterben, wenn sie zu wenig Gegner haben) eine Troll Schamin, welche sich den Elementen verschrieben hat, eine treffsichere Jägerin, die Tochter von meiner Paladina und des ungestümen Paladins meiner Fürstin. Dann gibt es da noch den jungen Tauren Druiden, welcher dazu neigt als Bär herum zu laufen. Ok,.. sein Leben nicht meines. Und dann gibt es da noch die Finstere Seele – einen UNTOTEN Todesritter. Jepp der musste sein. Links werden sicher nachgereicht.

Meine Welt zerbricht an den Kanten dieser Realität. Also öffne auch ich die Augen und melde mich zurück und sich seh mir die Scherben an.

Meine Welt Ende

Politiker? Träume ich mir weg, sobald ich wach bin – euch braucht keiner. Also speziell diese Personen. Weltfremd, nicht vertrauenswürdig, unrealistisch, einfach zu dumm, keine Ahnung ich glaube man kann Politikern alles vorwerfen. Nur nicht, dass sie von uns gewählt wurden. Wer hat wann diese Leute dort rein gesetzt? Haben die je etwas gelernt? Wer hat die durch die Schule gezogen? Ist Geld so viel Wert? verdammt – ich hab sooo wenig davon.
Die Bahn DB? Mhh, in Zeiten in denen sich jeder Konzern Sorgen um sein Image macht ist es eigentlich schön zu sehen, dass es Menschen (ja ich nenne sie so – weil der Rest es wohl vergessen hat, das es auch nur Menschen sind)  noch offen in die Gesellschaft brüllen: Ist uns egal was ihr denk – nur gebt uns euer Geld, NEIN geb MIR euer Geld!!!
Höhere Fahrpreise wegen gestiegener Kosten, nebenbei mal die Internen Kosten gesenkt – hach fein, blöd nur das es raus kam. Und nun? Was geht es uns an?

NEIN, das kann ich mir nicht mal ausdenken. Haben die sich das so gedacht?

Weniger Kontrollen an der Technik = eingesparte Kosten dagegen mehr Kontrollen bei den Fahrgästen, kann ja noch mehr Geld geben. Das man diesen Menschen vorwirft sich eine Leistung erschlichen zu haben, die es derzeit nicht gibt (in Berlin) und im versprochenen Umfang anscheint schon länger nicht mehr gab ist einfach dreist. Aber das ist ok, Menschen machen neue Menschen. Warum sollte es also jemanden stören, das einige davon drauf gegen wenn sie ihre Nullen vor dem Komma zählen dürfen. Und dies sogar nachdem sie Mist gebaut haben.

Manager-Verträge werden nur von geistig umtagten Menschen geschlossen. Was soll das? Wenn ein normaler Mitarbeiter Mist baut muss er gehen. Und es wirkt sich sicher nicht positiv auf sein Bankkonto aus. Wenn dagegen ein Manager Mist baut wird nachgezählt wie viele Menschenleben/existenten es gekostet hat, dann lobend auf die Schulter geklopft. Hast du gut gemacht. Der, der von letzter Woche hat nur 469.789 Leben zerstört. Du hast ihn um 32 Prozent übertroffen und bei dir waren sogar ein paar Tote dabei. Spart uns auf lange Sicht Gehälter, Steuern und dem Staat Rente. Dafür gibt es auch einige Millionen extra. Dann bekommst du noch ein mahnenden Finger eines Politikers gezeigt, der aber schon jetzt Geld in dieses Unternehmen pumpt um zu „retten“ was wir so schön ausgenommen haben. Also bleibt der Wagen auch in der Zukunft gesichert. Ähnlich wie in der Politik, nur mit mehr Stellen vor dem Komma.

Die Wahlen stehen vor der Tür!!! Setzt euch hin, denkt über die letzten Jahre und die damit verbundenen Skandale nach, vor allem DENKT NACH!!! Geht zur Wahl und macht das Kreuz wo ihr es haben wollt!!! Lasst es euch nicht nehmen. Jeder der zu Hause bleibt wird mit einem grinsen der Gewinner bedacht. Geht hin, von mir aus macht den Zettel ungültig, aber geht hin und es wird gezählt. Jeder Politiker dort hofft quasi das du wieder zu Hause sitzt und dir sagst: is mir egal! Letztes mal war ich auch nicht da und trotzdem wurde nicht gewählt was ich wollte *heul*. Jepp du hast es in der Hand was zu tun, DEINE STIMME hat Wert, wirf sie nicht weg.

Ok,.. ich hab gerde gelesen was ich schrieb. Mein Geist ist Matsch. Also fühlt euch auf die Füße getrampelt, druckt euch meine Gedanken aus, so sie euch zusagen. (Auf ewig treuer Fan von Noten, Geist, Idee und Charm – ich danke Stillste Stund) angelehnt daran:
Ich kann kaum auf diesem Boden stehen und es muss noch höher gehen,. Gedanken formen sich zu Säulen, welche auf Morast gebaut, werden zu Türmen, welche langsam versinken,….

Und letztendlich sind wir alle nicht mehr als unsere Gedanken.

*die Rechtschreibprüfung auf diesem (!!!) PC kennt das Wort gepfählt nicht ^^ Vorschläge: gepfändet, gepflegt, gepflügt, pfählt,

Du Bist ein JA-Sager? Pro Reli bedankt sich bei dir.

Pro Reli freut sich trotz seiner fürchterlichen Niederlage, denn in Berlin wurde nie so viel über Religion diskutiert wie in den letzen Monaten.  Naja, korrekt muss es heißen, das wir Berliner kurz darüber nachdachten was den Religion in der Schule zu suchen haben könnte und feststellten: „Na nix!!!“ Religion ist etwas Weltfremdes und hat in einer modernen Metropole nur am Rande als Freizeitbeschäftigung etwas verloren.

(Wo wir bei absurden Dingen sind – wie wäre es mit einem Fach Onlinespiele? Das Interesse an diesen Spielen dürfte bei den Schülern weit höher sein als Religion. In diesem Fach könnte man gleich noch Nettiquette lehren. Dies wäre durchaus mal sinnvoll.)

Pro Reli? - nein Danke!

Pro Reli erklärt sein Versagen unter anderem mit dem Wetter. Und natürlich war das Thema zu kompliziert für eine Wahl. Ob Pro Reli nun allen „Nein“ Sagern Dummheit vor wirft oder das Thema im Wahlkampf zu schwer rüber zu bringen ist bleibt dabei offen. Ich hoffe auf letzeres. Denn wir waren haben gewusst, dass es wichtig ist NEIN zu sagen. Das nicht wählen wie immer einfach blöd ist versteht sich von selbst. Selbst bei solchen seltsamen Themen sollte man genießen, dass man etwas dazu sagen darf. Diese Möglichkeit haben wir ja nicht oft. (Siehe Aktion Stopp-Seite und Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!)

Ich bedanke mich bei den „NEIN-Sagern“. Es ist schön , dass ihr ein wenig Zeit aufgebracht habt, um zu zeigen, das man solche Gesetze in Berlin nicht einfach durchdrücken kann. Religion sollte wenn überhaupt nur als Wahlfach angeboten werden. Es gibt Dinge im Leben die sind weit wichtiger an der Realität als Religion. Habt ihr euch mal in letzer Zeit die Gespräche un unserer jungen Mitbürger angehört? Ein wenig Grammatik, Ausdruck und Sprachverständnis könnte nicht schaden.

Danke NEIN-Sager – Danke denkender Mensch.

Danke BVG-Angestellte

Juhu,…

… die Angestellten der BVG haben sich entschlossen ihrer Arbeit nachzugehen. Ich danke euch, eure Liebe hat den Fluch zerschlagen und meine Seele befreit, jetzt muss ich nie wieder töten! Oh ja – ich schweife ab 😉

Ich freue mich, dass ihr in eurer Selbstverliebtheit und Selbstsucht daran gedacht habt euer Schicksal zu verbessern, während euch in eurer Blindheit entgangen ist, dass in Berlin die Gehälter von normalen Angestellten nicht erhöht werden. (Oder es interessiert euch einfach nicht) Ja dies ist so – auch wenn die Presse gegenteiliges behauptet. In Berlin wird alles erhöht, die Gehälter von jenen der gerne mal streiken möchten und auch können, weil man halt ein Monopol in einem gewissen Bereich und dazu eine starke selbstsüchtige selbstlose Gewerkschaft in seinem eigenen rückhaltlosem Rücken hat. Ja ihr seit sooooooooooooooooo toll!

Dann werden noch Mieten, Waren, Strom, Gas, ach einfach alles erhöht. Und nun, dank den blöden gut bezahlten Angestellten der BVG werden nun auch die Fahrpreise erhöht. Ja ich weiß: Dies habt ihr doch nicht gewusst! *zwinker* Wir wissen, dass euch dies nicht interessiert. Berlin ist stolz auf euch. Danke BVG-Angestellte weiterlesen

Berlin lebt in Angst

Da bin ich wieder,…

… nach Monaten der Stille lassen wir den Gedanken mal wieder freien Lauf und gewähren meinem Kopf Urlaub. Mögen die Spiele beginnen,… oder so

Keine Ahnung, ob es Nichtberliner mitbekommen haben, doch die Hauptstadt lebt in Angst und Schrecken. Nachdem die Lokführer Gewerkschaft gezeigt hat, dass man mit Erpressung, Maßlosigkeit und Desinteresse in der Gesellschaft weiter kommt, haben auch die Mitarbeiter der BVG sich entschlossen zusammen getan um mehr Geld für Ihre Leistungen zu erhalten.

Diese sehen für BVG-Kunden wie folgt aus:

  • Das Fahrzeug kommt zu spät, zu früh oder gar nicht (z.B. Busse spät in der Nacht)
  • Die Fahrzeuge sind Morgens schon dreckig
  • Die Mitarbeiter haben keine Servicementalität. Lächeln, Freundlichkeit, Kompetenz, ….
  • Verschlossende Getränke müssen genau wie offene Getränke zurückgelassen werden (Bus 245 sei hier erwähnt)
  • Man wird in der Tür eingeklemmt, weil nach Halten und Türen öffnen werden diese sofort wieder verschlossen, könnte ja jemand einsteigen wollen.
  • Fahrer die anfangen ihre Fahrt zu kommentieren

Ok, dies soll erstmal reichen.

Ich erwähne gleich mal an dieser Stelle, dass ich nicht die BVG allgemein kritisiere sondern die Loyalität der Mitarbeiter gegenüber ihrer Firma und gegenüber ihren Mitmenschen.

Wie stellen die Mitarbeiter dies an? Tja die Symptome sehen wie folgt aus:

  • Mehr Autos sind unterwegs
  • wirtschaftliche Schäden
  • die sowieso schon stark belastete Umwelt wird stärker geschädigt (Autos, frustrauchen, Menschen die über Wiesen laufen)
  • Allgemeine Motivation der Bewohner sinkt
  • Gewalt auf den Strassen nimmt zu
  • Fahrpreiserhöhungsanschreiben der BVG werden an Kunden versendet
  • Sarkasmus auf der BVG Seite: Der Streik wird in der Rubrik Es lebe Berlin angekündigt.

Steht wohl eine Gewerkschaft dahinter. Und so ist es auch. Ver.di hat sich vor die Mitarbeiter der BVG gestellt und versucht nun die Forderungen durchzudrücken. Dies funktioniert nach Mafia-Methoden. Keiner geht arbeiten, wer doch geht bekommt Ärger mit seinen Mitarbeitern. (ja es gab da Vorfälle)

Die Stadt wird lahmgelegt, in der Hoffnung, dass die betroffenen BVG Kunden nicht auf die streikenden Mitarbeiter sauer werden, sondern die Firmenleitung verantwortlich machen.

Nachdem der Streik nun offiziell auf 10 Tage schon mal festgelegt wurde, wurde das Wetter schlechter (mehr Autos, mehr Raucher – klar, oder) und die Mitarbeiter der BVG nun ihre 10 Sonderurlaubstage fröhlich antreten konnten nahmen die Einwohner Berlins ihr Schicksal hin. Schon der erste Tag lies den Eindruck entstehen, dass der Streik nun schon für länger Zeit unsere geliebte Stadt lahmlegt.

BTW: auch bei World of Warcraft sind Gewerkschaftler nicht gern gesehen

Gewerkschafter in WoW

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Guter Tag, schlechter Tag, guter Tag, …..

Alles drin, und das für nichts. Oder auch für alles. Was ist ein Sonntag Wert? Nichts? Alles? Hin und Rückfahrt. Glaube und Unglaube.

Hin- und Rückfahrt
Arbeiten am Sonntag. Eine Fahrt auf Arbeit, das Übel kommen sehen und wieder nach Haus. Warum das? Ich mag meinen Job, doch hätte ich die Wahl gehabt, wäre ich gern länger im Bett geblieben und hätte die Zeit mit meinem Engel genossen, welcher nun den ganzen Tag lernte und Kindern dabei zu sah, wie sie die achtlos weggeworfenen Weihnachtsbäumen endgültig zu Tode quälten. Großstädter haben einen seltsamen Sinn für Humor. Warum kaufen sie einen Baum, den man danach einpflanzen kann, wen sie Ihn doch wegwerfen? Der Große Teil der Menschheit scheint aus Idioten zu bestehen. Zu Blöde zum denken. Doppelmoral?
Aber ich durfte ja nach Haus fahren. Wo ist zu Hause? Da wo ich lebe? Mein „zu Hause“ ist da wo Chaya ist. Also meist weit weg von mir.

SOKO Friedhof Armbinde
SOKO Friedhof Armbinde

Glaube und Unglaube
Tja – dass mir immer seltsames passiert war ja klar, aber das….

Ich ging Hauptbahnhof … Ach nein – anders. Ich habe gerade mein Seefahrer Jackett (Marine) aus dem Schrank gekramt. Industrie sei dank, es ist nicht mehr so kalt. ^^ Am linken Arm habe ich die das Logo von SOKO Friedhof – eine schwarze Armbinde mit den drei gestürzten Kreuzen. Ach und ich hatte es eilig – ich war auf dem Weg zur Arbeit. Ok – Nun weiter. Hauptbahnhof – ich bin auf dem Weg durch die Halle. Da treffe ich auf einer Gruppe junger Männer – ja ihr kennt sie sicher. Immer im Anzug, gediegen und dunkel, Rucksack auf dem Rücken und ein kleines Namensschildchen am Jackett. Ich glaube das sind Mormonen auf ihrem Missionarsjahr. Nungut – ich bekammm gerade noch mit, wie einer aus der Gruppe einen anderen antippte und auf mich zeigte. Ich ging still in mich lächelnd weiter. Plötzlich tippte es auf meine Schulter. Meist hat dies nichts gutes zu bedeuten – lange Erfahrungen. Ich drehte mich also um – möglichst selbstbewusst. Ich schaute geradewegs in das Gesicht eines der jungen Männer. Er fragte mich, ob er sich ein wenig mit mir unterhalten dürfe. Klar, dass ich wie immer offen und ehrlich antwortete. „Nein Onkel, ich kenn das schon. Erst ziehst du mich aus und dann darf ich deinen Zauberstab berühren,… . Bevor ich weiterreden konnte, sah ich seine Hand kommen. Aber er schaffte es sich zu beherrschen. Glaub und Unglaube.
Ich mag es sehr, dass ich meine Klappe in solchen Situationen einfach nicht halten kann.

Also. Dies war ein Tag, mit zweifelhaftem Wert und doch weiß ich, das er zumindest unbezahlbar war.

Allein in die Ewigkeit

Wieder einmal erwachte Nik aus seinem Schlaf. Wie jeden Abend kämpfte er gegen die neue Wirklichkeit an. Warum sollte er auch daran glauben? Vampire?

So weit sich Nik erinnern kann, hat er den Wunsch sein Leben zu beenden. Doch dies auch umzusetzen hat er sich nie getraut. Bis zu jenem Abend im Juli. Dieser begann eigentlich ganz ok. Wie immer kaufte sich Nik ein Bier am Imbiss an der Ecke. Versunken im Gedanken stieß er dabei auf eine Freundin aus anderen Zeiten. Damals ging er noch in die Clubs der Stadt. Spielte den Lebensfrohen, der jeden Tag etwas Neues erleben möchte. Es sind schmerzvolle Erinnerungen. Eine Zeit der Selbstverleugnung.
Angel gehörte in diese Zeit hinein. Hat sie eigentlich einen richtigen Namen? Zwar hat Nik keine direkten schmerzenden Erinnerungen an oder mit Angel, sie ist vielmehr ein Auslöser. Unbewusst starrte Nik auf seinen Unterarm. Er ist zwar verdeckt vom Hemd, doch weiß er genau, das dort die Buchstaben F E H L E R als Narben in den Arm gebannt sind. Auch ein Relikt aus dieser Zeit. „Fehler“ genau das richtige Wort für seine Existenz. Wo immer ihn das Leben hin verschlagen hatte, immer war er Fehl am Platz, machte grundsätzlich alles Falsch. Also ein wandelnder Fehler. Irgendwann hatte er sich dann mit einer halbstumpfen Klinge diese sechs Buchstaben in den Arm geschnitten. Hat es damals wehgetan? Sicher nicht so sehr wie es unausgesprochen zu lassen.

Angel sah ihn mit großen dunklen Augen an. Der Nachthimmel schien sich darin zu spiegeln. Waren dies die Augen von Angel? „Hallo Angel“ Die Worte kamen nicht in der gewollten Gelassenheit über seine Lippen. Angel reagierte nicht. Nur langsam schien sie Ihn zu erkennen. Die Augen weiteten sich noch mehr. War das überhaupt noch möglich? “ Angel, alles in Ordnung?“ „Klar – alles bestens.“ erwiderte sie langsam. Offensichtlich war sie verwirrt. „Nik? Du bist es doch oder?“ ein wenig Hoffnung lag in diesen Worten. „Klar bin ich es, aber was machst du hier? Bist du nicht ausgewandert?“ „Ich? Ja klar,.. aber dann, nun ja … es war alles nicht so wie gedacht, ich bin dann, mir blieb ja nichts anderes, ich bin halt zurück. Nur hätte ich gewusst, dass … nun ja … das dies eben passierte,… ich denk ich wäre nicht hier her gekommen.“ Ihre Augen starrten ihn an. Nik verstand gar nichts. „Passiert? Was is passiert?“ Für ein Wiedersehen nach Jahren verlief das Gespräch nicht ganz wie erwartet. Aber wenigstens war es kein Schweigen. „Nik? Gehst du noch immer nicht weg? Ich meine, ich habe erfahren, dass du dich nicht mehr sehen lässt und dies schon seit langer Zeit.“ Nik war ein wenig überrascht. Er mochte es gar nicht, wenn man ihn so unerwartet konfrontierte. „Ich habe viel zu tun und die Clubs hier sind öde geworden, jeder denkt an seine eigene Zukunft, hat kaum Zeit für andere…“ Nik war verlegen. „He, es ist ok. Du musst dich nicht vor mir rechtfertigen. Du warst schon immer so, nur damals konntest du dich halt noch dagegenstellen.“ Ein Satz, der sich wie ein Stich im Herzen von Nik anfühlte. Da kommt sie daher, scheint völlig neben sich zu stehen und dann macht sie noch Aussagen, die er gern nur mich sich allein teilt. „Was habe ich verpasst?“ Nik versuchte abzulenken, diese Unterhaltung nahm für ihn keinen guten Verlauf an. Zeit zu wenden. „Was passiert, das du wie ein Geist durch die Stadt läufst?“ “ Ich will gerade in einen Club“ „In welchen?“ Schmerzen in ihren Augen? „Egal in welchen. Hauptsache viele Menschen. Ein wenig anonyme Nähe wollte ich. Doch es wäre mir lieber mir dir meine Zeit zu verbringen.“ Ihre Augen schauten ihn hoffnungsvoll an. Ihre Augen, es schien ihm, als würde er in zwei Ozeane der Verzweiflung schauen. Beide unendlich tief und doch konnte man in ihnen einen mitternachtsblauen Schimmer sehen. Gerade wollt er sich dies noch einmal ansehen, da war es auch schon wieder weg. Nur die Schmerzen sind geblieben. „Ich begleite dich gern. Wenn du magst, kannst du mir ja erzählen, was dir so widerfahren ist in den letzten Jahren.“ Sie schaute ihn an, als hätte er versucht sie zu schlagen. Doch schnell verflog dieser Ausdruck von ihrem Gesicht. Genauso schnell wie der Schimmer aus ihren Augen. Sie entschieden sich zu laufen. Der Weg ist zwar nicht weit, doch nahmen sie sich jeder noch zwei Bier für den Weg und eine Flasche roten Wein wegen der alten Zeiten mit. Nik fing an zu erzählen. Es war nicht viel, was er erzählen konnte, doch war es viel, was erst einmal verarbeitet werden musste. Er wusste nicht warum, aber alles sprudelte einfach aus ihm heraus. Keine Grenzen, kein beschönigen – einfach die Wahrheit.
Als er endete sah Angel ihm tief in die Augen und fragte nach einer Weile, ob er dies alles nicht schon früher mitbekommen hätte. Verständnislos starrte Nik sie an. „Was ich sagen will,…“ sie schaute ihn ein wenig hilflos an.“…ich meine, mir war es schon immer klar, dass es dir in Gesellschaft nicht gut ging. Dein Arm war einfach viel zu oft in Verband gehüllt, selbst bei größter Hitze hattest du lange Hemden an. Was ich sagen möchte: wer es nicht mitbekam ist selbst blind gewesen.“ Er konnte ihr nicht mehr in die Augen sehen, versuchte unbeteiligt in der Gegend herum zu schauen. Seine Arme hatte er in die viel zu langen Ärmel seines Mantels zurückgezogen. Ja er liebte diesen Mantel gerade deswegen. Aber in Moment war Nik viel zu betroffen, als das er dieses behagliche Gefühl genießen könnte. Er hatte überhaupt keine Lust mehr in den Club zu gehen. Es war mir jetzt schon alles zu viel. Plötzlich hielt Angel ihn leicht am Arm fest und blieb stehen. Vorsichtig aber bestimmt zog sie Nik zu sich heran. Er versuchte ihren Blick auszuweichen, er wollte nicht das Wissen, Verstehen oder schlimmer das Mitleid darin sehen. Und doch schaute er in ihre Augen. Der blaue Schimmer war wieder zurückgekehrt. Tief blau und unergründlich. Nik hatte das Gefühl von ihnen aufgesogen zu werden. Von Angel ging eine Wärme aus, die ihn erfasste, umschlang und völlig einwickelte. Mit einem mal war nichts mehr da, kein Mensch, Auto, die Insekten waren verstummt, der Boden und der nächtliche Himmel, einfach alles war weg. Nur noch die Wärme, Angel, ihre Augen und Nik. Er schloss seine Augen, genoss diese Ruhe, diesen Frieden, der sich in ihm endlich nach all den Jahren ausbreitete. Seine Gedanken kamen zur Ruhe, wirbelten nicht mehr durcheinander.

Zum ersten Mal seit vielen Jahren konnte Nik sich fallen lassen. Er spürte wie etwas seine Lippen streifte, sie berührte, liebkoste. Langsam kam er wieder an die Oberfläche seines Bewusstseins. Er öffnete seine Augen. Noch immer wusste er weder was gerade geschah, noch gerade geschieht. Angel hatte ihn in die Arme genommen und sich an ihn geschmiegt. Mit der Spitze ihrer Zunge fuhr sie zärtlich die Konturen seiner Lippen nach. Seine Lippen öffneten sich ihr, als hätte sie so um Einlass gebeten. Ihrer Zungen berührten sich, erst ein wenig zögernd, doch dann immer fordernder. Sie presste ihn immer doller an sich, als ob sie Angst hat, ihn wieder los lassen zu müssen. Nik genoss es gehalten zu werden. Es war lang her, dass er umarmt wurde. Angel strahlte immer mehr Wärme aus. Ihr Herz schlug so doll, dass Nik dies fühlen konnte. Als sich ihre Lippen wieder von einander lösten, stöhnte sie leicht. In ihren Augen lag Freude und Glück. Auch Nik ging es viel besser. Ihre Hände fanden sie fast von allein. Mit einem Lächeln auf den Lippen gingen sie weiter. Im Club angekommen holten sie sich Getränke und suchten sie eine gemütliche Ecke und hofften ein wenig allein sein zu können. Die gesamte Nacht verbrachten sie versunken in Erinnerungen an die „Gute alte Zeit“. Wenn die Erinnerungen zu schmerzhaft wurden küssten sie sich. Auf diese Weise wurden die Berührungen immer intimer. Gegen Morgen wurden sogar einige tanzbare Titel gespielt. Sie verließen nur ungern die Tanzfläche. Aber der Morgen stand bevor und sie waren müde. Zumindest Nik war länger geblieben als er wollte.

Nik bot Angel an, mit zu ihm zu kommen. Beide könnten sich ausschlafen und gemeinsam den Tag verbringen. Angel stimmte freudig zu. Zu Haus angekommen ging Nik unter die Dusche, denn nichts fand er schlimmer, als nach Zigaretten und Alkohol stinkend ins Bett zu gehen. Er war gerade dabei sich mit dem Duschgel einzureiben, als Angel dazu kam. Nik verschlug es den Atem. Angel sah nicht mehr im Geringsten so heruntergekommen aus wie am Abend. Ihr Körper schien sich erholt zu haben. Die Augen glänzten ihn an. Ihre Blicke verschlangen ihn, wollten ihn gar nicht mehr loslassen. Angel schmiegte sich an Niks Körper, als versuche sie mit jeden möglichen Zentimeter ihrer Haut ihn zu berühren. Ihre Haut war warm, strahlte eine Hitze aus, die ihn wieder umhüllte. Nik konnte nicht anders, er wollte diese Frau haben. Sanft fing er an sie zu streicheln. Seine Hände fuhren die Linien Ihres Körpers nach. Sie schien sich gegen seine Berührung zu pressen, als wolle sie ihm zeigen, dass er sie fester streichen solle. Seine Fingernägel gruben sich in ihre weiche Haut und hinterließen rote Lienen. Ihr Atem ging schneller. Sie drehte sich um, so dass ihr Rücken sich gegen seine Brust lehnte. Er zog sie mit seinen Armen weiter an sich heran. Sein Kopf beugte sich zu ihr und suchte ihre Lippen. Sie trafen sich zu einem Kuss, der sie beide nur weiter in ihrer Lust trieb. Sie drehte sich zu ihm um, nahm seine Hand und zog ihm zu seinem Bett. Keine Worte, nur Gefühle und Lust. Sie liebten sich bis zum Morgengrauen. Erschöpft und ausgelaugt schliefen sie eng umschlungen ein.
Es war bereits Abend, als sie beide wieder erwachten. Bevor sie das Bett verließen, erkundeten sie ihre Körper gegenseitig mit den Händen, ganz sanft, fast als würden sie sich nicht berühren wollen fuhren sie über ihre Körper. Nach vielen Küssen schafften sie es dann doch noch sich aus dem Bett zu erheben. Kaffee und Toast schafften es eine Atmosphäre von späten Frühstück zu vermitteln. Später ging Nik noch schnell einkaufen. Angel blieb allein zurück. Sie sagte Nik, dass sie sich erschöpft fühle und nicht nach draußen gehen wolle. Er war damit zufrieden, so würde er schneller wieder da sein.

Als Nik wieder zu Haus ankam, fand er Angel im Bad unter der Dusche, sie saß auf dem Boden. Eine Rasierklinge in der Hand, und Schnitte im Arm. Der Boden war voll mit Blut. Nik konnte einiges verkraften, er tat sich ja dasselbe an, doch sie dort so zu sehen, damit kam er nicht klar. Er ging einen Schritt rückwärts und stieß gegen die Wand. Er glitt an ihr zu Boden und blieb dort sitzen. Völlig gebannt blickte er auf Angel. Er fühlte sich hilflos und doch von der Szene angezogen. Langsam kamen seien Gedanken wieder. Traurigkeit erfüllte seine Stimme, als er anfing Angel von seinem Leben zu erzählen, von seinen Schmerzen, die er in diesem Bad schon erlebt hat. Er erzählte ihr von seiner Einsamkeit, von seinem Drang sich mit Schmerzen in der Welt halten zu müssen. Von seiner Angst, die ihn erfüllt wenn er sich nicht fühlen kann. Angel reagierte erst nicht, doch je mehr er erzählte, je mehr Schmerz Nik erfüllt, desto interessierter hörte sie sie zu. Später meinte Nik, dass sie immer besser aussah, je schlimmer die Erinnerungen an ihn nagten. Sie kroch auf ihn zu und nahm ihn in die Arme. Ihre Lippen versiegelten seinen Mund. Sagt sie wirklich er zähl mir später mehr? Nik schob diesen Gedanken bei Seite. Ihre Berührungen taten ihm gut. Langsam zu sie Ihn aus, ihre Lippen sammelten seine Tränen auf. Seine Tränen auf Ihren Lippen – Nik verzehrte sich danach dies zu kosten. Beides so kostbar. Wie konnte dies nur so schnell geschehen? Den Rest der Nacht verbrachten sie im Bett und liebten sich. Sie bekamen einfach nicht genug von dem anderem. Angel blühte weiter auf. Am Abend zu vor war sie nur ein Schatten von dem gewesen, was sie nun war. Nik konnte ihr nicht oft genug sagen, wie sehr er sie verehre, wie schön sie sei und dass er sie nie wieder gehen lassen würde. Er fühlte sich wie ein glücklicher Süchtiger. Angel dagegen genoss dies sehr. hatte sie doch schon lang nicht mehr so viel Bewunderung genossen. Und das beste – das besondere konnte Ihr Nik auch noch bieten und er wusste nicht einmal das er ihr gab was sie am meisten brauchte. Er hatte genug Schmerz in sich, dass sie nur von ihm leben konnte. Seelenschmerz, ja das ist es was sie braucht.

Nik und Angel verbrachten die nächsten Wochen miteinander. Er ging nicht mehr arbeite, ging noch weniger weg. Aber es schien niemand zu merken. So nahm auch niemand war, das es Nik äußerlich immer schlechter ging. Er wurde immer dünner, war hin und wieder desorientiert, er vergaß die Zeit. Er war süchtig nach Angel. Wenn es ihr gut ging, war auch er glücklich. Fast jeden Tag sprachen sie über Nik,seine Trauer und seine Schmerzen. Doch nach den Tränen verbrachten sie Stunden der Leidenschaft. Nach einiger Zeit aß Nik nichts mehr. Das Angel fast nie etwas zu sich nahm hatte er nicht mitbekommen. Vieles andere bemerkte er auch erst lange nach dem es zu spät war. Zum Beispiel ging es Angel besser, je schlechter es ihm ging. Ja heute ist es Nik klar.

Nicht alle Vampire ernähren sich von Blut. Es gibt Vampire, die sich von Schatten ernähren. Und dann gibt es da noch die Psychischen Vampire. Diese ernähren sich von der Energie ihrer Opfer. Nik hat sich in seiner Zeit mit Angel in einen von diesen verwandelt. Seine Energie, seine Traurigkeit hat ihr Kraft gegeben. Jetzt, da er einer von ihnen war hat sie ihn verlassen. Nik erwachte eines Abends und sie war nicht mehr da. Sie ist einfach gegangen. Ein Zettel mit dem Satz „Du wirst mir fehlen mein trauriger Engel. Die Traurigkeit wird dich retten.“ hatte sie an seien Tür gepinnt. Keine Erklärung nichts. Zwei Tage saß er an seiner Tür und wartetet auf ihre Rückkehr. Er wollte nicht glauben, dass sie einfach so gegangen war. Später setzte er sich an seinen Rechner und fing an zu suchen. Er wusste mittlerweile, dass sie in einigen Chats „zu Hause“ war. Er fragte jeden dort nach ihr. Aber niemand wusste etwas. Nach einigen Tagen erhielt Nik eine Mail. In Ihr stand nur, dass sich jemand mit ihm in einem Chat treffen möchte. Nik konnte es kaum erwarten. Die Stunden wollten nicht vergehen. Doch endlich war es so weit. Ein neuer User betrat den Chat und lud ihn in einen privaten Chatraum ein. Dort erklärte er Nik was passiert sei. Nik ist nun ein Vampir, verdammt dazu sich von der Energie anderer zu ernähren, so wie Angel es bei ihm getan hatte. Nik konnte es nicht fassen. Angel hatte ihn nur benutzt. Die Trauer schnürte Nik die Kehle zu. Sein Schmerz durchströmte seinen Körper. Die Energie strömte aus ihm heraus und floss in ihn zurück. Unfähig sich zu rühren, etwas dagegen zu unternehmen, ernährte sich sein neues Selbst von seiner eigenen Trauer, wie Krebs der sich selbst auffrisst. Nur Nik kann nicht sterben. Gespeist von einer eigenen Trauer erhält er sich gerade so am Leben. Abend für Abend erwacht er und ganze beginnt von vorn. Seit 5 Jahren hat er sich nicht mehr aus der Wohnung bewegen können, mit niemanden gesprochen, niemanden gesehen. All seine Gedanken weilen bei Angel und seiner Liebe zu ihr.

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea | blue-matrix