Die Welt der Gedanken

Ich sitze auf Arbeit, der Monitor strahlt mich an. Meine Augen schmerzen und „schreien“ nach „Schlaf“. Schlafen ist ein wundervolle Idee. Doch sitze ich hier auf Arbeit. Die Schere in meiner Hand sucht meinen Arm. Warum bin ich noch nie auf die Idee gekommen mit der Schere… ? Mhh, keine Ahnung. Büroartikel. Ein Tacker, damit könnte man einen Schnitt verschließen. Sieht bestimmt klasse aus. Bilder? Ich glaube die Szene lief letztens im Fernsehn. Grey’s Anatomy? Alltagsgedanken? Ein Zombie sprecht mich an. Sein Atem stinkt zum Himmel. er sieht Scheiße aus. Hautcreme könnte helfen? Q10 die Antwort? Da fällt mir ein, ich habe ein Buch vergessen zu lesen. Klasse, wie konnte das passieren? Untot in Dalles, muss mir entgangen sein. Komisch. So bin ich doch sonst nicht. Bin verwirrt und mies drauf – blödes Wetter

bye

Eine Hotline ist eine Hotline ist eine Hotline.

Guten Morgen, mein Name ist blue-matrix. Hallo Herr Kunde, wie immer haben Sie auch heute ein Problem.

  • Was, sie können nicht lesen? Und darum bin ich an Ihrem Elend schuld?
  • Wir erdreisten uns für eine Leistung Ihnen Geld zu berechnen? Und das nur, weil sie sie in Anspruch nehmen?
  • Rechnen ist nicht Ihre Stärke?
  • Logik auch nicht?
  • Selektive Wahrnehmung bestimmt Ihr Leben? Darum können sie zwar eine Lastschrift auf dem Konto entdecken, aber eine Gutschrift übersehen?
  • Sie wissen dass es auf jeder Firmenwebseite das Kleingedruckte gibt, aber Sie übersehen die Sternchen ausgerechnet bei uns?
  • AGB – die Buchstaben haben sie flüchtig gesehen, aber Sie dachten wir meinen das nicht Ernst? Sie haben diese also nicht gelesen nur bestätigt – weil: Es macht doch jeder so?
  • Die Hotline kostet Geld? Warum? (Klar sie gehen auch ohne Geld arbeiten)

Seit dem 31. März 2007 gibt es für Sie DIE HOTLINE!!! – klick hier


Liebe Grüße – blue-matrix

Nadeln und Tränen

Ich steige aus dem Bus aus, der Wind empfängt mich und reißt die Wärme von mir fort. Es ist nicht so, dass mir dies viel ausmacht, es stört mich aber trotzdem ein wenig. Regentropfen schlagen in meinem Gesicht auf. Zerplatzen in noch feinere Tropfen und verteilen ihre Kälte weiter auf mir. Ich wünsche mir, dass es Nadeln sind, die in mich eindringen und meinen Kopf zum Schweigen bringen. Überwältigt von meiner plötzlichen Sehnsucht danach fange füllen sich meine Augenwinkel mit Tränen die ich nicht habe. Ich habe in den letzten Jahren gelernt mir imaginäre Tränen zu erschaffen. Ich kann sogar fühlen wie sie mir über das Gesicht laufen. Ein Ersatz? Keine Ahnung – erleichtert ist man danach nicht.

Mein Dank an diese Vorstellung wie das sein könnte geht natürlich an die vielen Mangas und Animes, die diese Situation so wundervoll darstellen können.

Der rote Faden

Aufstehen, sich im Spiegel betrachten – das Leben hat Spuren hinterlassen – Arbeiten gehen.
Der rote Faden ist schon da

Arbeiten, Pause, Arbeiten.
Der rote Faden begleitet mich.

Feierabend, nach Hause fahren, laufen durch die Kälte.
Ich werde langsamer – der Faden läuft voraus.

Durch gefroren ankommen, Sachen ablegen, Flur einsauen – wegen Schneematsch.
Der rote Faden hat es sich schon gemütlich gemacht.

Essen machen, Fernseher einschalten, es läuft mal wieder nichts.
Der rote Faden sieht mich – ich glaub ich kenn den schon von gestern.

Gedanken von Gestern, Verzweiflung von Gestern, ich glaub ich geh schlafen.
Der rote Faden freut sich schon auf Morgen – ich mich nicht.

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea | blue-matrix

Abendmahl

Der Tisch ist gedeckt,
Ein Wein ist ausgesucht, stilles Wasser in einem großem Glas,
die schönsten Sachen angelegt, rasiert, Nägel lackiert.
Musik fließt aus den Boxen – strömt durch das Zimmer, umgibt mich.
Kerzen tauchen alles in ein warmes, romantisches Licht. Räucherstäbchen verströmen einen süßen Duft.
Nur die Schatten sind an diesem Abend meine Gäste.

  • Der erste Gang:
    einige weiße, neutral aussehende Tabletten,
    sie helfen mir heute gegen meine dunklen Gedanken
    – ein Schluck Wein –
  • Der zweite Gang:
    einige kapseln, zweifarbig,
    sie helfen mir heute gegen die Angst in meinem Herzen
    – ein Schluck Wein und ein wenig Wasser –
  • Der dritte Gang:
    einige Tabletten, weißlich (??), ein Logo ist drauf,
    sie helfen mir heute gegen die Sehnsucht und die Einsamkeit
    – ein Schluck Wasser –
  • Der vierte Gang:
    Kapseln, diesmal eine Farbe und grau,
    sie helfen mir heute gegen den Drang jemals wieder nach einer Rasierklinge zu greifen
    – ein Schluck Wasser –
  • Das Dessert:
    ein bunter Cocktail aus allem was der Vorrat so her gab,
    heute hilft er gegen das Leben
    – ein letzter Schluck Wasser –

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea / blue-matrix

gefressen

Gefressen von Dir,
Deinem Wesen,
Deinen Vorstellungen.
Gefressen von Deiner Art,

Deiner Art zu sehen,
Deiner Art zu hören,
Deiner Art zu interpretieren.
Deiner Art wahrzunehmen.
Gefressen von Deiner Farbwahrnehmung,
Deiner Geräuschwahrnehmung,

Deiner Duftwahrnehmung.
Gefressen von Deiner Art zu Lieben,
zu hassen,
abzulehnen,
zu mögen,
zu tolerieren/ akzeptieren.

Gefressen von Dir – Bin ich nicht mehr Ich

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea | blue-matrix

Überbewertet

(Gedanken zum Damals und Heute)

Damals,…

… in der Dunkelheit meines Seins,
… als nichts zählte,
… ich keinen Willen hatte,
… als Traurigkeit alles für mich war,
da warst Du für mich der kleine Strahl, an dem ich mich festhielt.

Heute,…

… ist alles toll,
… hab ich den Sinn wieder gefunden,
… hab ich ein Leben.

Doch was/ wer bist Du darin???

Du bist dieses kleine, schwarze Loch, in das es mich ständig zieht.

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea | blue-matrix

Immer da

Wenn ich nichts mehr seh,
heißt es nicht, dass ich Dich nicht mehr kenn.
Wenn ich nichts mehr rieche,
heißt es nicht, dass ich Deinen Duft nicht mehr wahrnehme.
Wenn ich nicht mehr fühle, heißt es nicht,
dass ich dich nicht mehr liebe.
Wenn ich nicht mehr rede,
heißt es nicht, dass ich Dir nichts mehr zu sagen habe.
Wenn ich nichts mehr höre,
heißt es nicht, dass ich nichts von Deinem Schmerz weiß.
Wenn ich also nicht mehr bin,
heißt es nicht, dass es mich nicht mehr gibt.

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea | blue-matrix