Unzufriedenheit

Unzufriedenheit

Eingesperrt tief in mir,
dort lauert etwas,
nur des Nachts zeigt es sich,
es ist unzufrieden.

Doch was ist es?
Die Unzufriedenheit selbst?
Warum?

Ich bin doch glücklich.
Glücklich mit meinem Schatz,
mit dem ich jede Stunde, jede Minute und Sekunde verbringen möchte.

Was fehlt mir?
Warum habe ich dieses ungute Gefühl in meinem Bauch?

Dort ist etwas!
Es muss so sein, den Gefühle lügen nicht.

Oliver B. Bojar de la Transilvanea | blue-matrix
16.Juni 1997

Seelenschmerz

Jeder Herzschlag,
dumpf und träge,
bereitet mir Schmerzen,
zeugt von der Trauer in mir.

Jeder Atemzug,
trägt schneidend kalte Luft
in meine müde Brust.

Jeder Gedanke
lastet schwer
wie ein Felsen auf meiner Seele.

Erinnerungen jagen durch meinen Kopf,
verfolgt von offenen Fragen,
welche Rasierklingen gleich,
sich durch diese schneiden.

Träume und Hoffnungen
verwandeln sich in offene Wunden.
Sie zu schließen scheint mir unmöglich.

Oliver B. Bojar de la Transilvanea | blue-matrix
12. März 2013

Liebe ist doof.

So lang alles in Ordnung ist funktioniert alles. Doch wenn etwas geschieht gerät die Welt ins schwanken. Derzeit ist meine Liebe weit weg von mir. Ich versuche dies nicht zu beachten, doch dies gelingt mir so gar nicht. Teilweise bin ich mittlerweile auf mich selbst sauer weil ich einfach jemanden Liebe. Was nutzt mir die Liebe, wenn sie mich nicht glücklich macht? Na ja, irgendwie macht sie es ja schon, doch derzeit ist da einfach nur Sehnsucht und Scherz. Na und der Ärger über mich selbst. Weil ich Liebe und weil ich nicht klar komm. Doch irgendwann ist Sie ja wieder da und dann wird alles wieder gut. Nur wie lang? Mhh,.. ich kenne die Antwort schon.

Ich möchte mit ihr zusammen weg gehen. *blubb* Tanzen, Kino, Mittelalterfeste oder einfach nur einkaufen.

Liebe – wer braucht die schon? Ich?

btw: keine spanische IP im Blog in den letzen Tagen…

Was ist Sehnsucht

Tja – was ist das wohl. Menschen die von Liebe verschont bleiben, erfahren sie war scheinlich auch, oder? Die Sucht nach Drogen oder was auch immer. Sehnt man sich danach? Verzehrt man sich danach? Ist das Fehlen schmerzlich bewusst?

Mein Schatz hat Auslandspraktikum. 55 Tage und 8 Stunden bis zu Ihrer Rückkehr. Gestern mitten auf dem Weg zur Arbeit wurde es mit richtig bewusst was dies bedeutet. Ich fühlte mich, als sei ich im vollem Sprint gegen eine Mauer gelaufen. Hab mich erstmal hin setzen müssen. Nich das dies falsch verstanden wird. Es ist relativ schwer mich zu beunruhigen, bzw „umzuhauen“ nur in dieser Hinsicht hat es mich getroffen. Ich weiss nun, dass nach 5 Tagen Arbeit kein schönes Wochenende mich erwarten wird. Die Wohnung wird auch da leer bleiben. Ich werde mit mit selbst reden können und mich natürlich allein in meien Decke einkuscheln – dort wo wir sonst gemeinsam liegen. Ausserdem gibt es da nichts, was mich ablenken könnte. Da hat es mein Schatz hoffentlich – neue Umgebung, neue Dinge, eine neue Tätigkeit, ein neues Land. Mir bleibt das Warten. Im Prinzip kann man diese Worte alle wegwerfen, den sie beschreiben nicht mal im Ansatz was in mir vorgeht. Mir ist einfach körperlich schlecht, übel…

Ich hoffe dies legt sich nach einigen Tagen. Ich bin bereits jett fest davon berzeugt, das Liebe schädlich ist. Es ist noch immer die effektivste Möglichkeit seelische Schmerzen zu erhalten. Vor vielen Jahren hatte ich darüber mal mit einer Freundin eine Diskussion.  Naja – wir waren uns in diesem Punkt einig. Wie ich späer erfahren habe, kann gegen Liebe selbst nicht viel unternehmen. Ich danke meinem Schatz für Ihre Gefühle für mich und auch für das was sie it meinen Gedanken macht. Doch mit dieser Situaton komme ich gerade so gar nicht klar. SEHNSUCHT? Was soll das? Sie kommt doch wieder, sie liebt mich, sie schreibt mir, ihr geht es gut – das ist alles was zählt. Oder?

Du fehlst mir .. *blubb* Bis nachher – ich freue mich dich zu sehen.

Momente

Du stehst am Fenster, deine Arme vor deinem Bauch verschränkt. Dein Kleid fällt sanft an deinem Körper herab, zeichnet fein deine Form nach. Dein Haar fließt in weichen Wellen an deinem Rücken herunter. Auch wenn ich sie nicht sehen kann, weiß ich doch, dass eine Strähne sich seitlich an dein Gesicht schmiegt. Du stehst ganz still und schaust aus dem Fenster. Leise gehe ich auf dich zu. Ich bin noch einen Schritt von dir entfernt. Dein Körper empfängt mich mit seinem Duft. Ich liebe ihn. Ich mag ihn an den Kleidungsstücken, die du mir hinterlässt. Doch an dir ist er noch viel aufregender. Deine Wärme strömt mir entgegen, ein wohliges Gefühl. Sie hüllt mich ein. Gibt mir das Gefühl in dich einzutauchen. Augenblicke bevor wir uns berühren fängt meine Haut an zu kribbeln. Meine Erregung, dich endlich zu umarmen erreicht ihren Höhepunkt und wird belohnt werden mit dem Glücksgefühl dich endlich zu halten. Noch fehlen Millimeter, da lässt du dich rückwärts an mich sinken, kuschelst dich an meine Brust. Deine Brust hebt und senkt sich ganz ruhig. Lediglich das Schlagen deines Herzens verrät mir, dass auch du aufgeregt bist, mich voller Sehnsucht erwartet hast. Meine Hände legen sich auf deine Hüften. Der Stoff deines Kleides ist warm und leicht rau. Meine Hände suchen sich den Weg zu deinem Bauch. Ich will dich ganz umarmen. Auf ihrem Weg kommen sie an der Stelle vorbei, die ich so sehr mag. Ich versuche ein wenig liebevoller darüber zu streifen. Obwohl ich mir sicher bin, dass dies nicht geht. Du legst deinen Kopf an meine Schulter, deine Lippen öffnen sich einen kleinen Spalt und entlassen ein kleines Stöhnen. Meine Hände berühren die deinen. Sanft fahre ich über die Haut, deine Finger geben den Weg für meine frei. Ineinander geschlungen halten wir uns fest. Du presst unsere Hände fest gegen deinen Bauch. Dein Kopf ruht noch immer leicht nach oben geneigt an meiner Schulter, gibt so die Sicht auf deinen Hals frei. Ich küsse ihn zärtlich dort, wo die pochende Ader unter deiner Haut verläuft. Meine kühlen Lippen erwärmen sich schnell. Dein Duft empfängt mich hier noch viel stärker. Ich kann nicht widerstehen, meine Zunge durchbricht meine Lippen. Als sie deine Haut berührt entweicht auch mir ein kleines Stöhnen. Dein Geschmack strömt förmlich in mich hinein. Unser Körper pressen sich stärker aneinander, versuchen anscheinend miteinander zu verschmelzen.

Ich flüstere: „Hallo mein Schatz. Ich liebe dich.“ Du drehst dich um und umarmst mich stürmisch.

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea | blue-matrix

Der erste Kuss

in einem Raum, der Abend neigt sich dem Ende zu. Beiden wissen, es wird geschehen. Der erste Kuss. Beiden haben Erwartungen, Hoffnungen, Träume und Ängste investiert.
Der erste Kuss – nur dieser hat diesen ganz besonderen Zauber. Nur er vermag uns so sehr in bittersüße Qualen zu versetzen. Nur er lässt uns bereits Tage zuvor in wohliger Erregung erzittern. Dieser Kuss ist einmalig und nicht wiederholbar. Einerseits verzehrt es uns danach, andererseits wollen wir ihn nie verbrauchen. Nur einmal ist es möglich diese Freude, diese Qualen mit jemandem zusammen zu erleben.

Der erste Kuss – nie wieder werden wir uns die Frage stellen, wie es wohl sein wird. Hat sie weiche Lippen, oder sind sie rau, küsst sie sanft, fast wie ein Windhauch, der über sensibilisierte Haut streift und eine Gänsehaut zurück lässt. Unsere Lippen öffnen sich einander und unsere Zungen begegnen sich im Verborgenen und streicheln sich sanft. Oder ist sie eher leidenschaftlich. Ein Kuss, der mich fast verbrennen wird. Ihre Lippen pressen sich an die meinen, unser Atem wird schneller, umspielt unser Gesicht. Unsere Körper heizen sich auf….

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea | blue-matrix

Gralssuche

Gero zu Pankow und Chaya in Chorin
Gero zu Pankow und Chaya in Chorin

Auf der Suche nach meinem Lapis exilis reiste ich auf den alten Pfaden der Templer. Meine Reise begann 1344 in Tomar. Hier erbauten die Templer eine Ordensburg, die später die Christusritter übernahmen. Viel Jahre verbrachte ich hier, kam aber mit meiner Suche nicht wirklich voran.
Also begab ich mich 1464 auf den Weg nach Schottland. Dort halfen die Templer dem König Robert the Bruce die Schlacht von Bannockburn zu gewinnen. Die Highlands waren mir eine lange Zeit ein neues schönes Zuhause. Doch noch immer war ich in meiner Suche nicht weiter gekommen. Die Welt um mich veränderte sich von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr. Städte erblühten und gingen wieder unter.
So zog es mich 1584 nach Paris. Eine Stadt, die es wohl schon ewig gab. Eine Stadt, die so viele Geheimnisse in ihrem Inneren verbirgt, dass ich guter Hoffnung war, hier endlich meinem Ziel näher zu kommen. Paris bezeichneten die Templer als ihr Refugium. Wo sonst auf de Welt ist man am sichersten, wenn man verfolgt wird, als in der Höhle des Löwen? Es ist eine Stadt des Glanzes und der Dunkelheit zugleich. Doch auch hier fand ich nicht, wonach ich so verzweifelt suchte. So sollte 1704 Marienburg mein nächstes Ziel sein. Dort, in der Nähe von Danzig, wo die Ordensritter des Deutschherrenordens lebten, fühlte sich der 4te Zweig der Templer sicher.

Doch die Stadt der heiligen Jungfrau konnte mir auch nicht weiter helfen, und entließ mich schon bald aus ihrem Bann. So zog ich 1824 Richtung Balkan, nach Bulgarien. Auf der Suche nach den Erben der Paulizianer oder auch als Poblicants bekannt. Diese Leute, die angeblich in Ephesus eine Kirche stürmten und das Weihwasser ihren Pferden zu trinken gaben, fesselten mich für eine Weile. Aber auch hier sollte mir der Erfolg meiner Suche verwehrt bleiben.

Also begab ich mich 1944 nach Jerusalem. Im Laufe der Zeit konnte man immer schneller immer weiter reisen. Die Technik schien die Menschheit zu beflügeln. Jerusalem ist der Ort, an dem die Templer ihre Unsterblichkeit begannen und dort sollen sie ihren Schatz gefunden haben. Doch ich fand dort nicht, wonach ich nun schon so lang suchte. Ich gab meine Suche auf.

Müde von meiner Wanderschaft begab ich mich zurück in meine Heimat. Berlin, damals noch eine kleine Siedlung – heute Metropole. 2005 kam ich bei meiner Heimkehr am alten Kloster Chorin vorbei. Hier wurde gerade das Osterfest mittelalterlich gefeiert. Mit einigen Brüdern beteiligte ich mich an diesem Spektakel. Gewandet wie damals, fühlte ich mich ich mich zwar ein wenig geborgen, doch noch immer belastete die erfolglose Suche mein Denken. Dann sah ich dich – gehüllt in schöne Gewänder, langes schwarzes Haar rahmte dein Gesicht, strahlende Augen suchten die meine und fanden sie. Die Dunkelheit aus meinem Herzen verschwand und ich wusste, ich hab dich gefunden,
du bist mein Engel, mein Lapis exilis, meine Chaya.

Gero zu Pankow

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea | blue-matrix

(Geschrieben für die wundervollste Frau in meinem Leben.)

gefressen

Gefressen von Dir,
Deinem Wesen,
Deinen Vorstellungen.
Gefressen von Deiner Art,

Deiner Art zu sehen,
Deiner Art zu hören,
Deiner Art zu interpretieren.
Deiner Art wahrzunehmen.
Gefressen von Deiner Farbwahrnehmung,
Deiner Geräuschwahrnehmung,

Deiner Duftwahrnehmung.
Gefressen von Deiner Art zu Lieben,
zu hassen,
abzulehnen,
zu mögen,
zu tolerieren/ akzeptieren.

Gefressen von Dir – Bin ich nicht mehr Ich

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea | blue-matrix