wehrlos

Meine Hände – von dir gebunden,
Meine Sachen – runter gerissen in deiner Leidenschaft
Du liegst auf mir, versunken in stummer Bewunderung für deine Tat.
Du schriebst mir einen Liebesbrief, mit wenig Worten und doch mit viel Gefühl. Nie werde ich ihn vergessen können, kann ihn immer lesen.
Noch bist du nicht fertig. Wieder versinkt die Klinge in meiner Haut. Geführt von deiner Hand und diese von deinen Gedanken, welche gefüllt sind mit Gefühlen aus deinem Herzen.
Jeden Buchstaben kann ich fühlen, jedes Wort auf meinen Körper, in meine Seele gebannt. Deine Liebe tut weh, doch nur im Herzen.
Deine Lippen wandern über die frischen Wunden.
Deine Zähne versinken leicht in meinen Armen, Haut zerreißt, hinterlassen weitere rote Spuren in Körper und Seele. Doch genieße ich dies alles.
Nun darf ich auch endlich deine Lippen kosten – warm schmiegen sie sich an meine. Ein wenig Blut hängt noch an ihnen, Du küsst erst ganz zärtlich,
dann voller Verlangen. Wir verlieren uns in unserer Leidenschaft. Gegenseitig beißen wir uns in die Lippen, Blut fließt, doch es stört uns nicht.
Im Gegenteil – wir versinken in unsere eigenen Welt, voller Liebe, Leidenschaft, Schmerz und Verlangen.

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea | blue-matrix

Immer da

Wenn ich nichts mehr seh,
heißt es nicht, dass ich Dich nicht mehr kenn.
Wenn ich nichts mehr rieche,
heißt es nicht, dass ich Deinen Duft nicht mehr wahrnehme.
Wenn ich nicht mehr fühle, heißt es nicht,
dass ich dich nicht mehr liebe.
Wenn ich nicht mehr rede,
heißt es nicht, dass ich Dir nichts mehr zu sagen habe.
Wenn ich nichts mehr höre,
heißt es nicht, dass ich nichts von Deinem Schmerz weiß.
Wenn ich also nicht mehr bin,
heißt es nicht, dass es mich nicht mehr gibt.

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea | blue-matrix