Alles ist wichtiger als Essen

Ich habe Probleme mit dem Essen. Tja – wie erklärt man dies? Essen ist ein Grundbedürfnis. Für den großen Teil der Menschheit dreht sich das halbe Leben ums essen oder nicht essen. Menschen essen zu viel, zu wenig, falsch, gesund, anders, … . Aber für mich ist essen einfach nicht wichtig. In meiner Prioritätenliste erscheint hin und wieder ein Eintrag diesbezüglich. Aber der verblasst meist schnell wieder. Zum Beispiel kann ich feststellen, das mein Magen knurrt, da ich lang nichts zu mir genommen habe. Ich nehme mir fest vor jetzt etwas zu essen, mache mich sogar auf den Weg, aber dann geht dieser Gedanke wieder verloren. Weg – einfach weg. Alles ist wichtiger als Essen weiterlesen

Herzlich Willkommen kranker Kopf

Das Internet, unendliche Tiefen und Welten voller Gedankengänge. Wir schrieben damals den 10. November 2008. Ein neuer Beitrag in einem Blog erblickt die Welt und lässt mich heute kritisch damit auseinandersetzen. Der Beitrag lebt auf der Seite: www.paramantus.net bekam den Namen: Gothic: Tummelplatz für psychisch Kranke? und erschien in der Kategorie Gedankensplitter und Erlebnisfetzen. Im Wesentlichen trifft dieser Artikel diese Aussagen:

  • das Menschen mit psychischen Erkrankungen in der Gothic-Szene mit offenen Armen empfangen werden und diese sich gut aufgehoben fühlen.
  • ein Pseudo-Gut-Gefühl vermittelt bekommen
  • dies als Ersatz für professionelle Hilfe annehmen

Der Autor macht klar, dass dies nicht einfach eine Vermutung ist, oder beim Überfliegen verschiedener Foren mal eben schnell gesehen wurde, sondern dass diese Folgerung auf Erfahrung und Recherche beruht.

Hintergrund zu mir:
Leider sind noch nicht alle meine alten Blog-Artikel hier, darum erwähne ich es explizit:

  • Ich „leide“ an Selbstverletzendem Verhalten – in folge SVV genannt
  • Ich bin seit Langen in der Gothic-Szene
  • Ich habe mehrere Therapien wegen Sinnlosigkeit (oder auch meiner Intoleranz) abgebrochen
    • Verhaltenstherapie
    • Sucht-Therapie – ja, es ist durchaus mit einer Sucht vergleichbar
  • Ich habe in verschiedenen Gothic-Foren und auch direkt Selbsthilfeforen darüber diskutiert
  • Ich war auf mehreren Foren-Treffen

Es ist wahr, dass SVV in der Gothic-Szene auffällt. Es ist auch wahr, dass die Toleranz dafür sehr hoch ist. Narben und Schnittwunden veranlassen kaum jemanden zu verletzenden Bemerkungen, oder herabwürdigendem Verhalten. Dieses erhalte ich eher von Leuten, die der großen Mehrheit zugerechnet werden können. Denn hier trifft man nicht nur auf Unverständnis (Verständnis wird auch nicht erwartet) sondern auch auf extreme Intoleranz. Verständnis erwarte ich von niemanden, der mich nicht kennt. Dass ich dies innerhalb der Gothic-Szene trotzdem finde ist ein Umstand, den ich sehr zu schätzen weiß. Ein Paradies ist es trotzdem nicht. In den letzten Jahren hat sich so unglaublich viel in der Gothic-Szene verändert, dass es nicht mehr diese ist, die ich kennen lernen durfte. Auch bei uns vermehren sich Verhaltensmuster, welche ich vor einigen Jahren nur aus anderen Szenen oder von „normalen Menschen“ kannte.

Die Gothic-Szene setzt sich mit spirituellen Fragen anders auseinander. Hier werden/wurden z.B. der Tod, Schmerzen, Seele und vieles andere thematisiert und nicht in die „das ist doch krank Ecke“ oder „darüber will ich nicht reden Ecke“ verdrängt. Denken und nachdenken, versuchen zu verstehen, verarbeiten und darüber reden/schreiben ist selbstverständlicher als in anderen Szenen. Auf jemanden mit Problemen zugehen, sich interessieren und nicht schweigen, wegsehen, beleidigen oder gar belustigt sein, dies ist eine der Stärken unser Szene. Die Theorie, dass man damit den Heilprozess verhindert kann ich auf Grund dessen nicht vertreten. Darüber reden, damit umzugehen und somit auch an sich zu arbeiten ist in diesem Fall nur eine andere Form der Therapie. Wenn man will eine Art Gruppentherapie. Also nichts, was ich bei der sogenannten professionellen Hilfe nicht auch machen würde. Das es auch hier Individuen gibt, die dies damit eher hochschaukeln und es verschlimmern liegt an der Natur der Menschen.

Gefährlicher finde ich das Nichtbeachten. Als „Normaler“ ist es schwerer innerhalb seines eigenen Umfeldes Toleranz und auch offene Ohren und Herzen zu finden. Dies zu belegen fällt nicht schwer. Laufe ich mit T-Shirt durch die Gegend erhalte ich keine unpassenden Kommentare, oder offensives Weg-/Hinsehen von Fans der schwarzen Szene. Der Otto-Normal-Mensch dagegen suhlt sich in seiner Impertinenz. Die Beobachtung, dass SVV und andere Themen dieser Natur offen in der Gothic-Kultur diskutiert werden können ist also durchaus korrekt.

Leider fehlt dem Autoren eine andere praktische Erfahrung: Das Forum „rote Tränen“ ermöglicht es Menschen mit verschiedenen „Störungen“ darüber zu schreiben, zu reden und sich auszutauschen. Und noch etwas gibt es: Treffen. Ich habe einige Male daran teilgenommen. Dies in zwei verschiedenen Bundesländern. Mein erstes Treffen stellte ich mir toll vor, lauter Gruftis, die sind wie ich, ich kann mich endlich offen geben, muss mich nicht erklären,… . Es kam anders. Von ca. 30 Mutigen, die sich trafen, waren 4 Gothics und ein Punk. Der Rest gehörte in andere Subkulturen bzw. waren einfach normale Erwachsene oder Jugendliche und sogar ein Kind. Dieser Durchschnitt sollte sich auch so fortsetzen. Wenn man dann auch noch aufmerksam am Treffen teilnahm, erfuhr man etwas Wichtiges. Bis auf die Gothics, die in ihrem Umfeld akzeptiert werden wie sie sind, (Familie können wir getrost ausschließen – anderes Thema) fehlte dies den anderen. Offenes Reden mit Freunden, über diese Themen unabhängig vom Forum ist undenkbar. Den Ruf zu verlieren, einen Stempel drauf gedrückt zu bekommen, lässt sie quasi eine Art Doppelleben führen. Eltern, Kollegen beste Freunde dürfen nicht davon erfahren. T-Shirts -> undenkbar.

Bin ich nun normal oder krank? Nach dem Artikel bin ich ein „Kranker“, der sich selbst vorgaukelt ein „Normaler“ zu sein.

[…]Weil aufgrund besagter Akzeptanz sich viele nicht (mehr) in Behandlung begeben, im Glauben endlich Menschen gefunden zu haben, die sie trotz Krankheit “normal” behandeln. Dabei wird gerne übersehen, dass es bei psychischen Erkrankungen darum geht mit sich selbst klar zukommen und nicht darum wie man von anderen behandelt wird. […]

Jeder Mensch fühlt sich besser, wenn er als ein normales Mitglied dieser Gesellschaft behandelt wird. Nur weil ich mir die Arme aufschneide möchte ich nicht am Rande vegetieren müssen. Ich bin Mensch wie jeder andere auch. Ich habe in meinem Leben nur einen anderen Weg kennen gelernt meine Seele zu beruhigen. Und so gesehen ist es auch nicht anders, als zu sagen: „Ich geh mich betrinken“ „Jetzt muss ich eine rauchen“ „Ich lauf jetzt bis ich umkipp.“ „Ich muss mich mal abreagieren, mal sehen wer draußen so rumläuft“ „Ich nehme Papis Waffe und geh zur Schule.“

Keine dieser Taten wird gesellschaftlich so sehr verabscheut wie SVV. Trinken, Rauchen, Drogen, virtuell Menschen abschießen macht doch jeder. Oder?

Allerdings hat der Autor recht mit der Feststellung, dass die Akzeptanz des Umfeldes kein Ersatz für eine Therapie ist. Da ich meine abgebrochen habe lasse ich mich hier nicht aus über den Sinn und Unsinn aus, sondern erwähne, dass mir persönlich der offene Umgang mit SVV mehr geholfen hat als alles andere. Ich habe gelernt damit zu leben. Es schränkt mich nicht ein und ich schade damit niemanden. Ich bin weder krank, noch normal, ich bin anders. Somit kann ich sagen, dass Akzeptanz kein Ersatz ist sondern eine mögliche und auch funktionierende Alternative. Man wird ungezwungener im Umgang mit Mitmenschen, was sich auch in der inneren und äußeren Zufriedenheit niederschlägt. Und um diese Aussage noch zu stützen: Seit ich meine Freundin um mich habe, welche dies als Teil von mir akzeptiert und damit umgehen kann, geht es mir besser. Selbst die Zahl neuer Narben wächst kaum noch an. *Ich danke dir dafür*

hab ich keine Lust zu…

Ich vermute so beschreibt man meinen derzeitigen Zustand am besten. So ein Blödsinn. Wozu hat man einen zweiten Menschen um sich vollständig zu fühlen, wenn man allein in ein Loch stürzt. Meine Güte, da kann ich mich auch gleich an einen Prollstrand legen und sonnen lassen- da ist ungefähr genauso sinnvoll und schön. Allein der Gedanke daran macht mich krank. Ich hoffe das Wetter in Berlin wird noch schöner *hehe* – ja – ich will mehr Wolken, mehr Regen, mehr Wind!!!

Am Sonnabend habe ich mit mir selbst eine Photosession gehabt. Vermutlich gibt es also demnächst neue Bilder. Hauptsächlich sind die Bilder für eine neue Geschichte entstanden. Doch diese will einfach kein Ende finden. So habe ich ich entschlossen diese Bilder schon vorher ins Netz zu stellen.

Im Rahmen des neuen Textes sind ir einige Fragen gekommen. Ich habe wenig Kontakt im privaten Bereich zu anderen Menschen. *ohh wunder* Leider verwehrt mir dies den Einblick in das Leben anderer Menschen. Meine Bücher, welche ich mir in Massen zu Gemüte ziehe sind angefüllt mit Menschen, die ungefähr sind wie ich bzw *Worte such* *grübel* Extremer, seltsamer, oder um es mit den Worten einer Freundin zu sagen – die sind noch mehr „Peng“ als ich. Ok – zurück. Wie ist die allgemeine Breitschaft eines Durchschnittsgeschädigten seine Welt mit Drogen zu verschönern, seine fehlenden Gefühle mit Schmerzen zu ersetzen. Hat man im allgemeinen Angst vor dem ersten mal Drogen? Ist man aufgeregt? hab ich keine Lust zu… weiterlesen

Geld, Klingen und andere Schmerzen.

Na klasse, da habe ich mir mal eine Überschrift gewählt. *blubb*
btw: das *blubb* kommt mir in letzter Zeit öfter über die Lippen/Finger. Was es damit auf sich hat kann ich so genau nicht sagen/schreiben, doch vermute ich, es ist bildlich so etwas wie das Grillenzirpen in einem stillen Moment, wie wir ihn im TV öfter zu sehen bekommen.
Stille – blubb – Stille.
Ok – widmen wir uns der Überschrift. Geld, Klingen und andere Schmerzen. weiterlesen

Grau in Grau in Grau

… um es genau auszudrücken: Ich versuche dieses seltsame Dasein weiterhin ohne Drogen zu ertragen. Komisch oder? Da gibt es diese wundervolle Folge von den Simpsons, in der Marge Wasser aus dem Wasserhahn trinkt und sich freut, weil die Farben wieder verlaufen. Man mag über Drogen denken und sagen was man will, sie halten das Leben von einem weit weg. Und Entfernungen oder sogar Schluchten kann man schon gebrauchen. Meine kleine Insel die dadurch entstehen würde dürfte mein Schatz und natürlich meine kleine Schwester jederzeit besuchen, bzw sich auch häuslich einrichten. Sorry Schatz, doch ich denke mal hin und wieder darf sie uns besuchen. Sie wird Ihre Insel sicher lieber mögen. .oO(egal – weiter) Grau in Grau in Grau weiterlesen

mein Kopf der Verräter

Mein Kopf hat sich gegen mich verschworen. Ich bin mir ganz sicher. kann ja nicht anders sein. Ich Liebe also Lebe ich. Ich Liebe, also bin ich glücklich. Dis ist doch das Gefühl, wenn ich an sie denke, wenn ich sie sehe, wenn ich sie berühre,.. Glück, Liebe, und vieles mehr. Doch mein Kopf ist anderer Meinung. Er sehnt sich an einem Ende – meinem Ende. Warum? Dies kann/will er mir nicht sagen.

Sterben , das muss wie schlafen sein, nur besser!

Zentriert ins Antlitz ~ Off (Line)

Verblasse ich? Mein Gehirn ist ein Prisma, es spaltet alles was ich denke auf und stellt alles gleichzeitig dar. Nur eine Hülle! – mein Körper. Eine Hülle für meine Gedanken. Wann ist es vorbei? mein Kopf der Verräter weiterlesen

Die Welt der Gedanken

Ich sitze auf Arbeit, der Monitor strahlt mich an. Meine Augen schmerzen und „schreien“ nach „Schlaf“. Schlafen ist ein wundervolle Idee. Doch sitze ich hier auf Arbeit. Die Schere in meiner Hand sucht meinen Arm. Warum bin ich noch nie auf die Idee gekommen mit der Schere… ? Mhh, keine Ahnung. Büroartikel. Ein Tacker, damit könnte man einen Schnitt verschließen. Sieht bestimmt klasse aus. Bilder? Ich glaube die Szene lief letztens im Fernsehn. Grey’s Anatomy? Alltagsgedanken? Ein Zombie sprecht mich an. Sein Atem stinkt zum Himmel. er sieht Scheiße aus. Hautcreme könnte helfen? Q10 die Antwort? Da fällt mir ein, ich habe ein Buch vergessen zu lesen. Klasse, wie konnte das passieren? Untot in Dalles, muss mir entgangen sein. Komisch. So bin ich doch sonst nicht. Bin verwirrt und mies drauf – blödes Wetter

bye

Nadeln und Tränen

Ich steige aus dem Bus aus, der Wind empfängt mich und reißt die Wärme von mir fort. Es ist nicht so, dass mir dies viel ausmacht, es stört mich aber trotzdem ein wenig. Regentropfen schlagen in meinem Gesicht auf. Zerplatzen in noch feinere Tropfen und verteilen ihre Kälte weiter auf mir. Ich wünsche mir, dass es Nadeln sind, die in mich eindringen und meinen Kopf zum Schweigen bringen. Überwältigt von meiner plötzlichen Sehnsucht danach fange füllen sich meine Augenwinkel mit Tränen die ich nicht habe. Ich habe in den letzten Jahren gelernt mir imaginäre Tränen zu erschaffen. Ich kann sogar fühlen wie sie mir über das Gesicht laufen. Ein Ersatz? Keine Ahnung – erleichtert ist man danach nicht.

Mein Dank an diese Vorstellung wie das sein könnte geht natürlich an die vielen Mangas und Animes, die diese Situation so wundervoll darstellen können.

Künstlich

Es ist Nacht, noch viele Stunden trennen mich vom rettenden Tag.

Im Fernsehen läuft ein Vampirfilm. Synchron dazu läuft das Blut in Strömen meinen Arm herunter. Zerschnittene Haut, verletztes Fleisch. Künstliche Schmerzen, die für einige Minuten die Seele beschäftigen. Doch nur allzu schnell kehrt die Realität wieder zurück.

Noch ein Versuch in die künstliche Welt zu flüchten möchte ich wagen.

Virtuelle Gespräche, am PC erschaffende Welten, die Rasierklinge liefert die fehlenden Gefühle.

Doch wie schon hunderte Male zuvor scheitert auch dieser Versuch.

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea | blue-matrix

Die Tränen die ich vergieße

Die Tränen die ich vergieße –
entspringen nicht der Freude in meinem Herzen;
entspringen nicht der Trauer, um den Verlust eines lieben Menschen;
entspringen nicht körperlicher oder seelischer Schmerzen.
Die Tränen, die ich vergieße sind alle rot und fließen damit ich fühle.

(c) Bojar Oliver B. de la Transilvanea | blue-matrix