zerbrochen / zerschnitten

Das Licht des Monitors schuf eine seltsame Umgebung. keine Schatten zulassend, grell und gleichzeitig viel zu dunkel. Das Licht vermag die Klinge nicht zu spiegeln, das Blut fast schwarz. Die wie vielte Narbe wird dies? 500, 600,… ? keine Ahnung dies ist nicht mehr zu zählen. Soll ich froh sein, dass ich mich auf einen Arm beschränke?  Eine Klinge und ein versprechen an mich selbst: „Es wird weh tun.“ Ein Schnitt, ein Schmerz, ein Gedanke, eine Begierde. Ein Kreis. Die Sucht, das Sehnen – die Sehnsucht. Ich sehne mich nach dir. Ich sehne mich nach deiner Haut.

Das Schweigen meines Mundes ist nicht das Schweigen meiner Gedanken oder gar meines Herzens. Ich bin nur ein wenig krank.

Schweigen

Gute Nacht mein Herz.

Einbahnstrassen im Kopf

Kommt die Dunkelheit in ein Leben gelten meine stummen Schreie mir selbst. Schließlich bin ich es, der bei mir sein muss, der über mich wachen muss.

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Schütz mich vor mir selbst
Die Wahrheit?
Mehr Schmerzen
Suicide
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Nadeln und Tränen

Ich steige aus dem Bus aus, der Wind empfängt mich und reißt die Wärme von mir fort. Es ist nicht so, dass mir dies viel ausmacht, es stört mich aber trotzdem ein wenig. Regentropfen schlagen in meinem Gesicht auf. Zerplatzen in noch feinere Tropfen und verteilen ihre Kälte weiter auf mir. Ich wünsche mir, dass es Nadeln sind, die in mich eindringen und meinen Kopf zum Schweigen bringen. Überwältigt von meiner plötzlichen Sehnsucht danach fange füllen sich meine Augenwinkel mit Tränen die ich nicht habe. Ich habe in den letzten Jahren gelernt mir imaginäre Tränen zu erschaffen. Ich kann sogar fühlen wie sie mir über das Gesicht laufen. Ein Ersatz? Keine Ahnung – erleichtert ist man danach nicht.

Mein Dank an diese Vorstellung wie das sein könnte geht natürlich an die vielen Mangas und Animes, die diese Situation so wundervoll darstellen können.

Wieder ein Woche ohne Tränen

Lohnt es sich zu  zählen wie viele Tage, Woche oder Stunden ich es aushalte ohne mich den Versprechen einer Rasierklinge hinzugeben? Passieren wird es ja doch wieder. Oder nicht? Sollte mich dies dann erfreuen oder beunruhigen? Hatte ich in letzter Zeit dafür eigentlich Zeit? Ja – zum Beispiel letzte Nacht. Ich hatte sowieso nichts besseres zu tun. Ich schrieb, ich dachte und habe mich gelangweilt. Perfekte Situation also. Aber ich tat es nicht. Ich bin nicht mal auf den Gedanken gekommen dies zu tun. Dieser beschlich mich erst heute morgen. Sehnsucht, Sucht, ich sehne mich.

Rosafarbene Wassertropfen

Wassertropfen fallen mir auf den Kopf, sie klopfen permanent. Mein Gedanken verschießen sich vor mir. Haben sie Angst?

Wasser fließt über meinen Körper. Meine Augen versuchen einzelne Ströme zu verfolgen. Doch werden sie immer wieder abgelenkt.

Das Wasser fällt auf weiße Fliesen. Diese färben sich rosa. Gefärbtes Wasser fließt ins Vergessen. Blutiges Wasser?

Meine Hand hält eine Klinge. Verstehen?

Das Wie ist nicht mehr zu klären, genauso wenig wie das Warum. Es ist vorbei. Erleichterung?

Meine Augen suchen die Wunden, doch sind diese verborgen unter einem Strom aus Blut. Wasser.

Ich lasse Wasser über den Arm laufen. Es brennt. Reste von Duschgel säubern die Wunden. Schmerzen! Auftauchen -> Realität.

Im Nebel des Lebens.

Wie soll man schreiben, von Dingen, die man nicht versteht, wie soll ich verstehen, die Dinge die mein Kopf mir sagt, wenn er nicht den Anstand hat deutlich zu sein? Wie soll ich sehen, wenn die Bilder verschwommen sind. Was ist geschehen?

Dazu kann ich nun wirklich nichts schreiben – siehe oben. ^^

Zwei Tage ohne Eintrag. Also Dienstag ging nun wirklich nicht. Und gestern? Viel neues – mein Form hat neue User. Man muss sich ja mal um sie kümmern *g* Und Nachts? Mittwoch – ich erinnere mich an einen schönen Abend. Nach der Arbeit ging ich direkt zu Chaya. Noch immer krank, doch schön wie immer, öffnete sie mir die Tür. Ich liebe es in ihre strahlenden Augen zu sehen. Wie kleine klare Bergseen, die unheimlich tief sind, sehen sie aus. Ich glaube sie freut sich mich zu sehen. Oder weiß ich es? Nur um sie zu sehen würde ich jede Nacht zu ihr gehen. *schwärm* (in den nächsten Stunden verschwand der Schreiber in seinen Gedenken, schrieb lauter Unsinn und löschte es nach seinem Erwachen.) :smirk2_ee:

Tja – was ist sonst noch? Zwei zahlen 401 und 403 entdeckte ich eines Morgens in meinem Arm. 401 ist ein unerlaubter Zugriff und die 403 sind dann die fehlenden Zugriffsrechte. Mhh – habe ich versucht in meinem Kopf was zu finden? Bin ich zu weit gegangen? Nunja – die Warnung ist in mein Fleisch geschrieben – und da wird sie erstmal für einige Zeit zu sehen sein. Ich muss zugeben, dass ich diese Zahlen mag – sie sagen das aus, was ich fühle wenn ich über mein Leben nachdenke. Es sind Client-Fehler. Also verweigert mein Kopf (Server) mir den Zugriff. Doch ich bin schuld. Danke – hat mal jemand eine gültiges Passwort? :wallbash_tb:

Ich liebe Dich.

(…) Dieser Satz verheimlicht dir so viel.
Er sagt dir, dass ich dich liebe, doch erwähnt er nicht, dass ich den Duft deiner Haut mag, daß ich oft heimlich meine Nase in deinen Haaren versenke, um deinen Duft in mich aufzunehmen. (…)

Meine Worte an die Frau meines Lebens. Bin ich vom Thema abgewichen – das übliche – verweigert Problem? Ich brauch ein Wein!

So – schon besser. Warum Wein? Tja – ich glaube, dass es beruhigt. Jaja – schon klar. Nein es ist mein erster seit Tagen. Und er ist lecker.

Tattoo auf meinem Rücken.To do list:

  • Text schreiben
  • neuen Wein kaufen
  • Villa basteln
  • neue Photos von Tattoos

Gute Nacht – … .oO(Lamas)

Nacht, Gedanken und Klingen

Tja – es war eine dieser Nächte, in denen man sich selbst aufschneidet nur um zu sehen, ob Blut raus kommt. Mich verbrennt die Nacht,… Ich gebe es zu, ich habe wieder angefangen das Buch Uns verbrennt die Nacht von Craig K. Strete zu lesen. Es ist einfach klasse geschrieben. Eventuell sollte ich sagen, dass der beginnende Satz so nicht in dem Buch steht. 😕

Ok – ich verbrachte die Nacht im Bett, allein mit meinen Gedanken. Ich weiß nun, dass Einsamkeit nicht dabei hilft nachzudenken. Mein Kopf war kurz davor zu platzen. Innerer Druck. Ich wünschte, dass ich herausfinde, warum dies so ist. Ich habe keinen Anhaltspunkt für meine Gedenke. Gegen Mitternacht war ich soweit weg, dass alles allein lief. Ich hatte eine Klinge – woher? Keine Ahnung. Sie war einfach da und hat mich angelächelt. Mir Dinge versprochen, sie war einfach da für mich. Ich bin verwirrt. Ich hab doch Menschen, die für mich da sein würden. Da bin ich mir sicher. Doch wenn ich über meinen Urlaub so nachdenke, fällt mir auf, dass ich meine Wohnung nun besser kenne und selbst – allein kaum draußen war. Falle ich zurück? Sind selbst Nachts zu viel Menschen unterwegs? Meine Wohnung ist meine Festung! Und nur da fühlt sich mein Kopf zu Haus.

Mein Bauch vermittelt mir ein ungutes Gefühl. Was soll ich damit anfangen? Ich will nach draußen. Ich denke an die Nacht zurück, in der ich mich einfach ins kalte Wasser fallen gelassen habe. Furchtbar und doch verlockend. Der Körper wird umspült vom Wasser. Ein einzelner Schmerz durchströmt dich. Und dann Ruhe. Der Kopf schweigt. Betäubt treibe ich dahin und versinke in eine neue Welt. Weg von hier. Ich hänge meist an meinem Leben. Daher sollte ich weniger von solchen Sachen träumen und mir Gedanken machen, was ich in der Zukunft anders machen kann. Antrainiertes Verhalten ist leider etwas schwer zu ändern. Und es wirkt doch so gut – oder?

Rote Tränen – rote Tränen, meine rote Tränen. Sie sehen so schön aus auf der Haut. Es stören nur die anderen Schnitte, zerstören den Gesamteindruck.

Ich denke mal, es reicht für heute. Angst lähmt meine Hände – vermag nicht mehr zu schreiben, Angst lähmt meine Gedanken – ich vermag nicht mehr klar zu denken.

Schnitte und Schlussstriche

Das Jahr ist nun 2 Tage alt und ich weiß, dass ich dieses Jahr nicht ohne alte Verhaltensmuster verbringen werde. Ja – die Klinge und ihr süßes Versprechen. Schnitte haben nicht zwangsläufig was mit der Sehnsucht nach dem persönlichen Tod zu tun. Bei mir ist es vielmehr der Versuch Schlussstriche zu ziehen. Visualisiert durch Schnitte. Es ist der Versuch etwas zu beenden bzw zu vergessen. Leider nur mit mäßigem Erfolg. Für kurze Zeit ist alles in Ordnung, doch die Gedanken kommen wieder. Wolken im Kopf. Meine Stimmen im Kopf lassen mich schon lang nicht mehr in Ruhe.

Ja – und ich muss es Zugeben – ich bin süchtig nach der Klinge und den Schmerzen. Schmerzen – sie helfen mir andere Berührungen besser wahr zu nehmen. Es funktioniert wie eine Sensibilisierung. Wobei das Wort Sensitivierung dafür fast schöner klingt.

Ich mache keinen Werbefeldzug für SVV sondern versuche für meine Leser nachvollziebar zu erklären warum es so schwer ist aufzuhören. Es ist extrem schwer dieses Verhalten wieder abzulegen. Ich bin seit mehr als 10 Jahren SVV-ler. Ganz genau werde ich nicht mehr herausfinden, wie lang es nun schon zu mir gehört.
SVV hat neben allem anderem auch ein sehr hohes Suchtpotenzial. Persönlich weiß ich das. Ich merke es wenn ich mal einen Monat oder länger nicht zur Klinge greife, drehen sich meine Gedanken nur darum.

Was machen, wenn man jemanden kennt, der dies macht? Mhhh,.. keine Ahnung. Ich kann sagen, dass Verbote (insbesondere in Beziehungen) nicht wirken. Darüber reden ist ok – aber nur wenn dies auch freiwillig geschieht. Zwang ist nicht förderlich. Ständiges Reden ist falsch – es nervt eher als es hilft. Hinterfragen, versuchen zu verstehen, gemeinsam nach Lösungen suchen ist ehr das was helfen könnte.

Die Tränen die ich vergieße

Die Tränen die ich vergieße –
entspringen nicht der Freude in meinem Herzen;
entspringen nicht der Trauer, um den Verlust eines lieben Menschen;
entspringen nicht körperlicher oder seelischer Schmerzen.
Die Tränen, die ich vergieße sind alle rot und fließen damit ich fühle.

Dark Angel / Olly
08.März 2005